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Archiv der Einträge: 05 Februar, 2010
  • Wann stehen die Deutschen auf?

    Egon W. Kreutzer - Zwischen Schmerzgrenze und Hemmschwelle

    Wann stehen die Deutschen auf?

    Bild: Egon W. KreutzerDie Umwandlung Deutschlands in ein Niedriglohnparadies schreitet scheinbar unaufhaltsam fort. Auf der einen Seite senken die Arbeitgeber Schritt für Schritt die Lohnsumme, indem

    • Sonderzahlungen, wie Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld gestrichen oder gekürzt werden,
    • teure Stammbelegschaften nach und nach abgebaut und durch Leih- und Zeitarbeitskräfte, Beschäftigte mit befristeten Verträgen oder neue Festangestellte mit massiv niedrigeren Bezügen oder gar nicht ersetzt werden,
    • die Arbeitgeber-Beiträge zu den Sozialversicherungen durch veränderte gesetzliche Regelungen mehr und mehr auf die Arbeitnehmer umgewälzt werden,
    • alle mögliche Arbeiten ins Ausland verlagert oder an preiswerte Anbieter - mit Billig-Tarifverträgen - ‚outgesourct’ werden,
    • man aus den Arbeitgeberverbänden austritt und damit nicht an tarifvertragliche Regelungen gebunden ist,
    • usw. usw.

    Auf der anderen Seite steigen die indirekten Steuern, die Kosten für alle ehemaligen und alle noch öffentliche Dienstleistungen, die Kosten für nicht mehr im Leistungsspektrum der Krankenkassen enthaltene medizinische Leistungen, die Fahrpreise im Nah- und Fernverkehr, und was der Inflationstreiber mehr sind.

    Ganz abgesehen von der Frage, ob es aus irgendeinem anderen Grund als der Gier einiger weniger Großkapitalisten tatsächlich erforderlich ist, die Verarmung der deutschen Bevölkerung so dramatisch voranzutreiben, erhebt sich die Frage, wie lange es noch dauern wird, bis sich aus Murren und Klagen, aus Jammern und Schimpfen eine kritische innenpolitische Lage entwickelt, die sich - wenn kein Einlenken, kein erkennbarer und wirksamer Kurswechsel erfolgt, in einer Revolte, einem Aufstand, oder wie immer man es nennen will, entladen wird.

    Diese Frage ist nicht trivial.

    Es gibt eine ganze Reihe von Parametern, die untereinander - verstärkend oder abschwächend - rückgekoppelt sind.

    Eine Einschätzung zur weiteren Entwicklung des Drahtseilaktes zwischen Schmerzgrenze und Hemmschwelle finden Sie hier:

    Egon W. Kreutzer - Autor und Quelle

     

    gefunden bei Sozialticker Klick

  • Jobcenter-Reform

    Die Union fordert seit langem eine ausschließliche Zuständigkeit der Kommunen in ganz Deutschland. Sie verspricht sich dadurch mehr Nähe zum Bürger und mehr Wettbewerb zwischen den Kommunen bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen. Von Vorteil seien außerdem die gute Ortskenntnis und der enge Kontakt von Kämmerern und kommunalen Wirtschaftsförderern zu örtlichen Arbeitgebern.

    Quelle: Klick

    Ps: Die Geschäftsführer der beruflichen Fortbildungszentren der bayerischen Wirtschaft (bfz) die diese Aktivierungkurse und Vorbereitungskurse für den ersten Arbeitsmarkt in Bayern anbieten wird es freuen, denn ohne Zwangseinweisung in diese Kurse wäre der Geschäftsführer Herbert Loebe (Vorsitzender),Anna Engel-Köhler und Jörg Plesch wohl auch arbeitslos, wie gut das es denn Hartz4 gibt, es eröffnet so manchem eine Perspektive

  • Arge Nordhausen und die Steuergeldverschwendung

    Gefunden bei hartz-nordhausen.blog.de Klick

    Nordhausen

    Hier schmeißt die Nordhäuser Arbeitsagentur das Geld mit vollen Händen zum Fenster raus!! Aber Hauptsache die Statistik ist bereinigt.

    In der NNZ wurde bereits Ende Oktober darüber berichtet.

    Heute ein Statement in der NNZ

    Es geht schon lange nicht mehr um den Menschen, sondern nur noch um die reine Statistikbereinigung. Die Nordhäuser Arbeitsagentur möchte dem 63 Jährigen Wolfgang Diener aus Neustadt, der sein Leben lang gearbeitet hat, mit einer sinnfreien Maßnahmen weiterbilden. Wohlgemerkt, 63 Jahre alt. Er geht also in Kürze in Rente.
    Allein aus rechtlichen Gründen würde dies nicht standhalten können und wenn man bedenkt, dass dann wieder Gerichte und Anwälte bezahlt werden müssen, steht das in keinem Verhältnis.  Das bringt auch die Anwältin im folgenden Video sehr deutlich zum Ausdruck.

    Karsten Froböse, der seit 1. Oktober die Leitung der Nordhäuser Arge übernommen hat, meldet sich hier  zu Wort und man merkt deutlich sein rumeiern und rumdrucksen, als die Reporterin vom mdr-Magazin "exakt" nachfragte.
    Mir erschien sein Verhalten ähnlich dem eines kleinen Jungen im Kindergarten, der gerade bei etwas ganz Schlimmen erwischt worden war.
    Genaugenommen ist dem Herrn Diener gegenüber dringend eine Entschuldigung und wohl auch eine Wiedergutmachung geboten.

    Ob ich nun wieder eine Einladung der Nordhäuser Arge wegen dieses Eintrags bekomme ?

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